Eltern-Baby-Therapie

Eltern-Baby-Therapie

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Was ist Eltern-Baby-Therapie

Diese Arbeit richtet sich an Eltern (auch Adoptiv- bzw. Pflegeeltern) und Alleinerziehende von Babys im ersten Lebensjahr, die sich in einer emotionellen Krisensituation befinden. Vielleicht schreit dein/euer Baby stundenlang, du fühlst dich/ihr fühlt euch überlastet oder niedergeschlagen, es gibt Spannungen zwischen der Mutter und dem Vater des Kindes oder du bist/ihr seid aus irgendeinem anderen Grund verzweifelt oder überfordert mit der Situation nach der Geburt des Babys und am Ende deiner/eurer Kräfte.

Das was ich dir/euch anbiete, ist der Gefühls- und Körperarbeit sehr ähnlich, nur, dass das Baby (oder auch eure Babys – bei Mehrlingsgeburten) dabei ist. Gemeinsam erforschen wir, was die jeweilige Situation, also beispielsweise das Schreien des Babys, emotional mit dir/euch macht, an was es rührt und wie du/ihr so damit umgehen kannst/könnt, dass es für alle Beteiligten entspannter wird.

Die Geburt eines Babys und die unmittelbare Zeit danach, rührt in der Mutter und auch dem Vater, wenn anwesend, an die Ereignisse der eigenen Geburt und die Folgezeit. Je nach dem, ob dort eine als angenehm oder unangenehm empfundene Erfahrung gemacht wurde, werden die damit verbundenen Gefühle wieder wachgerufen. Besonders, wenn die Gefühle damals nicht ausgelebt werden durften und auf die Bedürfnisse nicht befriedigend eingegangen wurde, hinterläßt das schmerzvolle, emotionelle Wunden.

Es geht demnach in der Arbeit auch darum, sich der eigenen Geschichte zu widmen, um präsent und authentisch einen liebevollen, verbundenen Kontakt zum Baby aufbauen zu können. Des weiteren bietet es Paaren, die gemeinsam kommen, die Möglichkeit, eine mitfühlende Kommunikation miteinander zu entwickeln.

Besonders die ersten zwei Jahre nach der Geburt eines Kindes stellen viele Eltern auf eine Probe, die oftmals eine Zerreißprobe ist. Wenn diese Krise jedoch dafür genutzt wird, um sich mit dem auseinanderzusetzen, was angerührt ist, kann Heilung geschehen. Dies schafft eine stabile emotionale und kommunikative Basis, die für die Folgejahre sehr wertvoll ist.

Wie

Ich arbeite in der Eltern-Baby-Therapie mit folgenden Ansätzen:

  • Regressionsarbeit
  • Integration von primären Erfahrungen
  • bewusste Kommunikation
  • Wahrnehmungsschulung
  • Begleitung zur Eigenverantwortung
  • gelegentlich Arbeit mit inneren Bildern
  • Biographiearbeit
  • empathischer Rollendialog
  • Arbeit mit dem Atem
  • Haltearbeit
  • Entspannungsmassage für das Baby und die Mutter/den Vater

Setting

Ich arbeite stets auf dünnen Massagematten auf dem Fußboden. Wir sitzen auf Kissen. Meine Arbeitsmaterialien bestehen aus Kissen und/oder Matten, einem Handtuch, einer Schüssel, Taschentüchern, sowie Papier und Stiften.

Berührung – in klarem Rahmen/mit klaren Grenzen/Rollen – ist häufig Teil der Arbeit.

Wir tauchen – nach einem kurzem Vorgespräch – in die Tiefen deines/eures Themas ein.

Bitte erscheine/t in bewegungsfreundlicher Kleidung. Bitte nicht im Rock, sondern in einer Hose.

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Formate

Ich biete die Eltern-Baby-Therapie als individuelle Begleitungsarbeit an. Auch eine mehrtägige Intensivzeit für Mutter/Eltern und Baby ist möglich.

Mütter/Eltern mit Babys/Kleinstkindern, die gestillt werden und noch nicht laufen können, sind allerdings auch in den Gefühls- und Körperarbeitsgruppen willkommen. Für Kinder, die bereits laufen können, die aber noch gestillt werden, muss eine Betreuungsperson mitgebracht werden.

Mehr Details zu den Formaten

Eltern-Baby-Therapie & ich

Als Frühgeborene, mit mehrwöchigem Aufenthalt im Krankenhaus (in Brutkasten und Wärmebettchen), hatte ich selbst keinen leichten Start ins Leben. Dies hat mich sehr geprägt, wie mir Jahre später klar wurde.

Die Beziehung zwischen meiner Mutter und mir war immer wieder sehr schwierig. Mir wurde mit den Jahren immer klarer, dass dies in der nicht stattgefundenen Anbindung aneinander, in meinen ersten Lebensstunden, wurzelte. Sicherlich auch auf Grund dessen war der Wunsch in mir stark, dabei zu unterstützen, dass Babys und deren Eltern diese Anbindung nachholen, falls diese nach der Geburt verhindert oder gestört wurde.

Als ich im Jahr 2000 davon erfuhr, dass es in Berlin und Bremen sogenannte Schreibabyambulanzen gibt und die leitenden Personen gerade beginnen Menschen mit einer körperpsychotherapeutischen Ausbildung in dieser Arbeit weiterzubilden, war für mich klar, dass ich an diesen Weiterbildungen teilnehmen werde.

Nach Abschluß der Weiterbildungen zum einen bei Paula Diederich in Berlin, zum anderen bei Thomas Harms in Bremen, wurde ich zunächst in Berlin (2001 und 2002) und dann in Bremen (2002/2003) Teil des Teams in den Schreibabyambulanzen. Seit meinem Wegzugs aus Bremen biete ich diese Arbeit nur noch in eigener Praxis an und nicht mehr eingebunden in eine Schreibabyambulanz.

Diese Arbeit hat mich immer tief berührt und tut es noch und ich war und bin jedes Mal sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, die Eltern/Mamas und Babys in dieser so delikaten, besonderes Phase begleiten zu dürfen und Teil zu sein von der intimen Atmosphäre, die sich zwischen Mutter/Vater und Baby herstellt.