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Mareia Claudia Lange

SoulrootsReflexionen

über Menschliches & Zwischenmenschliches

Körper — Psyche — Gefühle

Lebensverändernde kurze Momente in unserem Leben.


Kannst du dich an Momente erinnern die dir in dem Moment in denen sie stattfanden unbedeutend erschienen, die sich im Nachhinein aber als Wendepunkt herausstellten?

Kannst du dich an das Buch erinnern, welches bisher den größten Eindruck bei dir hinterlassen hat? Hat es die Art wie du über dich, deine Beziehung zu anderen und eventuell sogar der Welt, denkst und fühlst verändert? Hat es deinen Geist erweitert? Hat es dein Glaubenssystem ins Wanken gebracht? 
Vielleicht war es auch kein Buch, sondern vielleicht ein Film, ein Gespräch oder eine persönliche Erfahrung.

Von Skepsis zu Offenheit und Anerkennung

Ich erinnern mich noch an die Zeit, als ich mit Baummeditationen anfing. Die Aufgabe war, mich von einem Baum anziehen zu lassen, ihm eine Frage zu stellen, die mich bewegte und Antworten vom Baum zu erhalten. Ich war anfangs enorm skeptisch, aber offen es zu versuchen. Ich war nicht wirklich Grundsätzlich skeptisch, dass es möglich ist, aber ich war skeptisch, dass ich dazu fähig war. Ich war sicher, dass ich keine Antworten von dem Baum erhalten würde. Aber selbstverständlich erhielt ich welche. Aber selbst nachdem ich das schon für ein oder zwei Jahre regelmäßig machte, zweifelte ich noch immer an meiner Intuition. Ich fragte mich oft, ob ich mir das nicht nur alles ausdenke. Bis ich diesen besonderen Moment mit einem Bekannten hatte, in welchem wir Moos sammeln sollten. Wir griffen beide nach einem bestimmten Stück Moos, zogen aber beide die Hand zurück, nicht etwa, weil die andere Person danach griff. Als wir uns austauschten stellten wir fest, dass wir beide eine klare Botschaft des Mooses erhalten hatten, dass es da bleiben möchte wo es ist. WOW. Ich war also doch nicht ganz so verrückt, wie ich manchmal insgeheim fürchtete.

Dann gab es da diesen Moment, an dem ich meine Hand für ungefähr 1 Stunde auf das schmerzende Knie eines Freundes legte. Zunächst wurden die Schmerzen stärker, es fing kräftig an in seinem Knie zu pulsieren und dann ließ der Schmerz nach. Er verschwand komplett und ist seither nicht wieder aufgetaucht und das obwohl er jahrelang damit zu tun hatte. Das ist jetzt über ein Jahr her. Bei anderer Gelegenheit legte ich meine Hände um eine seiner Hände, da diese auf Grund einer Blutvergiftung ungefähr auf doppelte Größe angeschwollene war. Wir sahen beide, wie die Hand vor unseren Augen abschwoll. Ich zweifelte meine Fähigkeiten trotzdem weiter an und glaubte nicht wirklich, dass ich dies jederzeit und mit jedem Menschen wiederholen könnte – obwohl ich diese Dinge schon seit etwa 20 Jahren machte und auch zu anderen Gelegenheiten beeindruckende unmittelbare Ergebnisse hier und da erzielt hatte. Ich war skeptisch, aber ich konnte nicht wirklich daran zweifeln, dass ich über IRGENDEINE Art von Fähigkeiten verfügte.



Und dann gab es da noch diesen Moment, als ich meine MRT (Magnetresonanztomographie) – Ergebnisse erhielt, die den Zustand meines unteren Rückens widerspiegelten. Ich hatte einige Wochen zuvor eine schamanische Reise in meinen Körper gemacht, um zu sehen, was dort los war, denn ich hatte zu der Zeit starke Schmerzen im unteren Rücken. In dieser Reise sah der Bereich zwischen meinen Wirbeln bzw. von einem Wirbel zum anderen recht verknöchert aus. Ich nahm innerlich Hammer und Meißel und fing an diese Verknöcherungen abzuklopfen, denn sie schienen dort nicht hinzugehören. Das MRT Ergebnis zeigte genau dort Verknöcherungen an Stellen an denen ich sie gesehen hatte. Mir ging die Kinnlade runter. Ich hatte seit über 20 Jahren schamanische Reisen (innere Reisen) gemacht, aber trotzdem hatte ich noch diese Momente des Zweifels, ob ich mir nicht alles nur ausdenken. Und hier sah ich es nun sozusagen schwarz auf weiß. Ich hatte wieder ein Mal einen Beweis, dass ich nicht ganz so verrückt war, wie ich manchmal dachte.

Momente des Erkennens

Und wenn ich auf mein Leben zurückschau, dann gab es da bestimmte Dinge oder Momente die einen bleibenden Eindruck auf mich und mein Leben gelassen hatten. Ich habe es in dem Moment nicht unbedingt realisiert, aber wenn ich später darauf zurück blickte, wurde mir klar, dass es wichtige Schritte hin zu einem neuen Kurs in meinem Leben waren, der Teil meiner Bestimmung sein sollte.

Eines dieser weichenstellenden Ereignisse war ein Workshop an dem ich 23jährig teilnahm. Der Workshop hieß Silva Mind Control. Es war ganz besonders eine Übung der Vielen die wir machten, die Spuren hinterließ und lebensverändernd sein sollte. Es war eine Übung in der wir uns einen Raum in unsrer Innenwelt kreieren sollten, in welchem wir uns sicher fühlten, in dem wir Heilung erfahren sollten und von dem es hieß, dass wir dort unseren geistigen Führern begegnen würden – einem Weiblichen und einem Männlichen. Das hat mir ein ganzes Universum eröffnet. Ich entdeckte, dass es da in mir eine ganze Welt gibt, von der ich bisher keine Ahnung gehabt hatte. Bis zum heutigen Tag besuche ich diesen Innenraum und meine Begleiter. Dieser Raum hat sich erweitert, es entstanden weitere Räume und ganze Landschaften und es kamen noch zusätzliche Begleiter dazu, unter anderem Krafttiere, durch die Schamanischen Lehren, denen ich mich wenige Jahre später zuwandte. Ich erlebte Heilungen, Erholung und Kräftigung in dieser Innenwelt und bekam Antworten auf Fragen die mich jeweils drängend beschäftigten. Ich entdeckte dort eine Welt des Wissens in mir.

Als ich erst mal begonnen hatte mich mit schamanischen Praktiken auseinanderzusetzen, fühlte es sich an, als würde ich nach Hause kommen. Es öffnete mir weitere Türen und war ein weiterer wichtiger Schritt der meinem Leben eine weitere Wendung gab. Es setzte den Samen für meine tiefe Verbundenheit mit der Natur und speziell der zu den Bäumen, die inzwischen so lebendig ist. Vielleicht wurden aber auch nur alte Erinnerungen wachgerufen?

Und von all den Büchern die ich gelesen habe – und glaub mir, das waren enorm viele – gibt es Eines, welches besonders heraussticht. Es heißt: Mit der Natur reden. Bäume, Pflanzen, Tiere, Steine, Wasser und Wind offenbaren das verborgene Wissen der Schöpfung. von Michael J. Roads, erschienen im Ansata Verlag. Michael beschreibt in diesem Buch seinen Weg vom Farmer zu dem, der mit der Natur redet und zu bestimmten Elementen der Natur wird. Ich war fasziniert von dem was ich las. Es hörte sich wie ein abgefahrener Trip an, aber ich spürte deutlich, dass das hier keine Fiktion war, sondern eine echte Erfahrung von einer gut geerdeten Person.

Und dann gab es da diesen Moment im Herbst 2016. Oder war es im Frühling diesen Jahres (2017)? Ich stand in einem Park in Cardiff, Wales, Großbritannien, umgeben von wundervollen Bäumen und mir standen die Tränen in den Augen, denn ich spürte diesen Bäumen gegenüber so eine tiefe Dankbarkeit für all das was Bäume für uns Menschen tun. Ich war dankbar für die Luft, die sie produzierten, dankbar für die Heilungen und so vieles anderes. Es war in diesem Moment, dass ich ganz stark spürte, dass ich Menschen zu den Bäumen bringen muss, dass ich mit Menschen Spaziergänge oder Wanderungen in Wäldern machen soll und sie dabei einladen soll, sich mit den Bäumen zu verbinden, sie zu berühren, zu umarmen, so dass sie fühlen, dass Bäume lebendige Wesen sind. Bäume sind nicht alles, aber ohne Bäume ist alles nichts.



Ich weiß, dass ich heute nicht die Person wäre die ich bin, nicht dort wäre wo ich bin und nicht so arbeiten würde, wie ich es tue, wenn ich diese kurzen Momente nicht gehabt hätte in meinem Leben, die den Kurs meines Lebens geändert haben.





Ich lade dich dazu ein auf deine eigenes bisheriges Leben zurückzublicken. Welches waren die Momente, die deinem Leben eine Wendung gegeben haben?  

Ich würde mich freuen, wenn du diese Momente teilst. Schreibe einen Kommentar ins Kommentarfeld. Und wenn du glaubst, dass dieser Artikel hilfreich sein könnte für andere, dann teile ihn bitte. Ich schreibe alle zwei Wochen einen neuen Blogartikel, wenn du ihn immer sozusagen druckfrisch direkt in dein Postfach bekommen möchtest, dann abonniere meinen Blog.

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Monday, 11.December 2017

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warum ich den Blog führe

Die Arbeit mit den Menschen die ich begleite, meine Partnerschaftserfahrungen, das Tango Argentino tanzen, alltägliche Erlebnisse und meine Reisen in andere Länder regen mich besonders zur Reflexion über Menschliches und Zwischenmenschliches an. Einige meiner Reflexionen teile ich hier.

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