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Mareia Claudia Lange

SoulrootsReflexionen

über Menschliches & Zwischenmenschliches

Körper — Psyche — Gefühle

Unerwünschte Körperphänomene


Ein Kloß im Hals, ein Klumpen im Magen, innere Schwärze, zuckende Beine. Viele Menschen haben mit Körperphänomenen zu tun, die sie irritieren und am liebsten los wären.

Ich begleite immer wieder Menschen, die mit Körperphänomenen zu tun haben, die sie als unangenehm und/oder hinderlich empfinden. Es soll einfach verschwinden. Oft macht dieses Phänomen auch Angst oder führt zu unangenehmen Situationen.

Kennst du das? Überlege kurz. Gibt es etwas mit dem du in deinem Körper zu tun hast, was du am liebsten loswerden oder abstellen würdest?

Angst vor Dunkelheit

Vielen Menschen ist Dunkelheit unangenehm. Es scheint in den meisten Menschen verankert zu sein, dass Dunkelheit Angst macht, etwas Böses an sich hat und Unruhe auslöst. Sonnenlicht oder Helligkeit wird meist mit Sicherheit und mit angenehmen Gefühlen assoziiert. Vermutlich hat das damit zu tun, dass wir im Dunkeln einfach weniger bis gar nichts sehen können und der Sehsinn für die Menschen die sehen können meist der Sinn ist, auf den sie sich am meisten verlassen. Viele fühlen sich hilflos, wenn sie nichts sehen. Dunkelheit wird oft mit Ungewissheit assoziiert und das mögen die Wenigsten.

Ist das bei dir auch so? Fühlst du dich gleich – egal ob es hell oder dunkel ist? Bist du eventuell sogar gerne im Dunkeln? Oder ziehst du die Helligkeit vor? Warum? Würdest du nachts alleine in einen Wald gehen?

Dunkle oder unbekannte Phänomene im Körper

Wenn eine Person zu mir kommt und etwas loswerden will, dann werde ich hellhörig. Ich bin neugierig darauf, zusammen mit der Person zu erkunden, um was es da genau geht. Manchmal ist es ein Phänomen, welches in Zusammenhang mit einer bestimmten Emotion auftritt.

Beispielsweise schnürt sich bei Angst gerne der Hals zu, bei Wut brodelt es im Bauch und bei Unsicherheit zieht sich der Magen zusammen.

Mit innerer Leere ist oft ein schwarzes Loch verbunden, das im Körper wahrgenommen wird. Eigentlich immer verändert sich auch der Atem. Kommt dir etwas davon bekannt vor? Die wenigsten Menschen sind sich dessen bewußt, was in ihrem Körper passiert, wenn sie bestimmte Emotionen fühlen.

Es ist spannend, was passiert, wenn dieses unangenehme Körperphänomen erkundet wird. Den meisten gelingt es, außer dass sie die körperlichen Reaktionen beschreiben können, dem Phänomen auch ein Bild oder eine Form zuzuordnen. Bei den Meisten ist bei diesem Bild etwas Dunkles dabei. Es fühlt sich beispielsweise wie ein klebriger, dunkler, harter Klumpen an, wie ein Seil, dass die Luft abschnürt oder eine Mauer die sich um etwas herum gebildet hat. Wie ist das bei dir?

Das Beschreiben fällt vielen leicht. Angenehm ist es deshalb nicht unbedingt. Es behindert beispielsweise darin frei zu sprechen, ruhig zu reagieren oder die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Die Aufgabe des Körperphänomens erkunden

Nachdem ich mit den Menschen auf Tuchfühlung mit dem Phänomen gegangen bin, geht es darum zu erkunden, was dessen Aufgabe ist und warum es sich gebildet hat. Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass eine Mauer um dein Herz irgendwann einmal ein hilfreicher Schutz vor verbalen Verletzungen von anderen Menschen gewesen sein könnte oder eine auftretende Leere oder Schwärze irgendwann einmal verhinderte, dass eine äußere Grenzüberschreitung gefühlt wird oder emotional überwältigt? Das sind Erkenntnisse, die immer wieder auftauchen und sehr erhellend sein können. Diese Phänomene machten tatsächlich irgendwann einmal Sinn. So sehr es jetzt im Weg steht, eigentlich könntest du diesem Phänomen dankbar sein, dass es diese schützende Aufgabe irgendwann in der Vergangenheit übernommen hat – auch wenn es jetzt wenig dienlich scheint.

Aussöhnung mit dem Körperphänomen

Wenn die Angst des genaueren Erkundens überwunden wird und etwas mehr Verständnis aufgetaucht ist, setzt oft eine Entspannung ein. Manches Mal wird sich sogar mit diesem Phänomen verbunden. Denn wenn du herausfindest, dass das Phänomen eine Qualität übernommen hat, die du heute selbst entwickeln könntest, wenn du nur den Mut dazu hättest, dann lohnt es sich, in Kontakt zu bleiben mit dem Phänomen, um Unterstützung bei der Eigenentwicklung zu erhalten. Manche Menschen stellen plötzlich fest, dass es ihnen gar nicht mehr so wichtig ist, dass dieses Phänomen verschwindet.

Oder es wird als Hinweisgeber anerkannt, dass etwas nicht gelebt wird, was es gälte im Leben zu leben.

Solltest du so ein Körperphänomen haben, dann frage dich: Was wäre anders, wenn dieses Körperphänomen nicht bestünde? Mit was müßte ich mich auseinandersetzen/konfrontieren, wenn es nicht da wäre? Bist du dazu bereit?

Ich finde es immer wieder faszinierend, was zum Vorschein kommt, wenn die Ablehnung abgelegt wird und sich die Person, gemeinsam mit mir, auf eine Entdeckungsreise begibt. Möchtest du das auch und merkst, dass du dabei gerne Unterstützung hättest? Dann nimm mit mir Kontakt auf und vereinbare einen ersten Termin mit mir.

Ich wünsche dir eine erkenntnisreiche und aussöhnende Erkundungsreise. Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen teilst. Benutze dafür, wie auch für Fragen oder Anregungen für zukünftige Blogartikel bitte das Kommentarfeld. Und wenn du regelmäßig über zukünftige Blogartikel unterrichtet werden möchtest, dann abonniere meine Blogartikel.


Montag, 27.Juni 2016

warum ich den Blog führe

Die Arbeit mit den Menschen die ich begleite, meine Partnerschaftserfahrungen, das Tango Argentino tanzen, alltägliche Erlebnisse und meine Reisen in andere Länder regen mich besonders zur Reflexion über Menschliches und Zwischenmenschliches an.
Einige meiner Reflexionen teile ich hier.

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