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Mareia Claudia Lange

SoulrootsReflexionen

über Menschliches & Zwischenmenschliches

Körper — Psyche — Gefühle

Der Optimalbereich in deiner Beziehung


Nimm deine Wunschvorstellungen, vergleiche sie mit deinen Fähigkeiten und Qualitäten und dann noch dem, was wirklich lebenspraktisch sinnvoll ist. Finde den gemeinsame Nenner.

In meinem Post Partnerschaftsvision, vom 26.06.2017, habe ich vorgeschlagen, sich immer mal wieder Gedanken darüber zu machen und zu erträumen, wo die gemeinsame Reise als Paar hingehen soll. Es ist wichtig zu Träumen und eine Vision zu haben, vielleicht hast du auch gewisse Wertevorstellungen, wie du eine Beziehung – mit dir selbst und auch mit deiner/m PartnerIn am liebsten würdest leben wollen. Bekanntlich stimmen Ideal und Wirklichkeit nicht immer überein.

Träume und Wertvorstellungen

Deine Träume und Wertvorstellungen sind das, was du idealerweise anstrebst. Vielleicht wünschst du dir absolute Ehrlichkeit, einen freundlichen, wertschätzenden Umgang, abenteuerliche gemeinsame Zeit mit deinem Partner, genussvollen Sex, ein luxuriöses Haus in dem ihr wohnt, drei Kinder, drei Monate gemeinsame Ferien im Jahr, gemeinsame Theaterbesuche etc.

Die Realität

Als Menschen haben wir neben unseren Stärken auch unsere Schwächen. Es bringt herzlich wenig sich dafür innerlich fertig zu machen. Wenn ich wirklich ein Problem mit einigen meiner Persönlichkeitszüge habe, dann kann ich etwas dafür tun, dass sich das ändert. Das wird meistens eine Zeit lang dauern. Jeder Mensch verfügt über Qualitäten, Talente und Gaben, mit denen er oder sie sozusagen geboren wurde oder die er/sie im Laufe des Lebens entwickelt hat. Wunderbar. Das können Fähigkeiten sein, wie beispielsweise zeichnen, musische Begabungen, Abstraktionsvermögen, Geschicklichkeit, Orientierungssinn oder Hellsichtigkeit oder auch Qualitäten wie Gelassenheit, Empathie, Lebendigkeit, Hilfsbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten etc.

Lebens- und Beziehungstauglichkeit

Im Leben sind wir mit den verschiedensten Situationen konfrontiert. Im Idealfall besitzen wir all die Fähigkeiten und Qualitäten, die uns dabei helfen, all diese Situationen so zu meistern, dass wir mit dem Ergebnis zufrieden sind. Wenn wir beispielsweise ein Menü essen wollen, ist es von Vorteil über die Fähigkeit zu verfügen, ein solches zuzubereiten. Sonst muß ich mir irgendwas von Bäumen oder Sträuchern pflücken – wenn gerade etwas wächst -, wozu ich wissen sollte, was essbar ist und was giftig, oder ich muss Geld in die Hand nehmen und in einem Restaurant essen gehen oder es wird dann doch ein einfacheres Gericht. Ähnlich ist es mit den eigenen Persönlichkeitszügen. Es kann toll sein hilfsbereit zu sein, wenn dies gewünscht ist, denn das kann die hilfebedürftige Person sehr entlasten. Geschieht es jedoch ungefragt und die Person, der die Hilfe zu Gute kommt will eigentlich gar keine Hilfe, dann kann es auch zu unnötigem Ärger führen. Und wenn die eigene Hilfsbereitschaft so weit geht, dass darüber die eigenen Bedürfnisse vergessen werden, dann bleibt diese hilfsbereite Person irgendwann erschöpft und frustriert zurück. Manche Fähigkeiten und Qualitäten sind in einigen Situationen hilfreich, in anderen hinderlich. Genauso ist es auch in Beziehungen. Manches kommt beim Gegenüber besser an als anderes.

Der Optimalbereich

Die eigenen Fähigkeiten stimmen nicht immer mit den eigenen Idealvorstellungen und Wertvorstellungen, sowie mit dem was dann wirklich lebenstauglich ist überein. Nimm dir Zeit, um dir selbst eine Zeichnung oder Liste zu machen, in dem du alles aufschreibst, was dir jetzt spontan zu jeder Kategorie einfällt.

Wenn du deine Zeichnung und Listen fertig hast, dann schaue, was sich davon überschneidet. Dies ist dein Optimalbereich. Dieser wird für jede Beziehung oder Lebenslage etwas anders ausfallen. Sollte es dich interessieren, wie dieses Bild für deine Liebespartnerschaft aussieht, dann konzentriere dich bei deinen Listen darauf. Was ist deine Wunschvorstellung, wie du Partnerschaft idealerweise leben möchtest? Welche Qualitäten und Fähigkeiten lebst du tatsächlich selbst in deiner Partnerschaft? Welche deiner Qualitäten und Fähigkeiten kommen bei deinem/r PartnerIn gut an bzw. werden von diesem/r wertgeschätzt?

Wozu ist dieser Optimalbereich gut? Was bringt es dir diese Listen zu machen? Du wirst dadurch erkennen, wodurch du am ehesten dahin kommst, wo du hinmöchtest – z.B. eine harmonische Partnerschaft – und dabei eine tiefe Befriedigung oder Erfüllung und Freude empfindest.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Zeichnen, Listen schreiben und reflektieren. Hinterlasse gerne einen Kommentar und wenn du glaubst, dieser Artikel könnte anderen ebenfalls gefallen, dann leite ihn gerne weiter. Und wenn du immer sofort meines neuesten Artikel erhalten möchtest – ich schreibe alle zwei Wochen – dann abonniere meine Blogartikel.


luned, 7.agosto 2017

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Die Arbeit mit den Menschen die ich begleite, meine Partnerschaftserfahrungen, das Tango Argentino tanzen, alltägliche Erlebnisse und meine Reisen in andere Länder regen mich besonders zur Reflexion über Menschliches und Zwischenmenschliches an. Einige meiner Reflexionen teile ich hier.

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